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Rückblick 2012

30.06.2012 Von Johannes Brahms bis Hubert von Goisern
60 Jahre Gesangverein Kaufering - Von Ludwig Herold
Gemeinschaftschor
Sein 60-jähriges Bestehen krönte der Gesangverein Kaufering in der Aula der Realschule mit einem erlesenen Jubiläums-Chorkonzert. Begleitet von der Salonorchester-Combo München führte Anselm Kobler als Chor- und Gesamtleiter die Interpreten durch das breitgefächerte Programm.
Für den musikalischen Glanz mit Kompositionen aus drei Jahrhunderten sorgte die Sopranistin Regina Pfeiffer. „Reden ist Silber, Singen ist Gold!“ Diese in Sängerkreisen gerne benutzte Redewendung stand nicht im Programm. Gleichwohl hielten sich die Ehrengäste in ihren Glückwünschen daran. Denn auch sie freuten sich sehr auf das monatelang geprobte Klangmenü des Vokalensembles und hielten sich betont kurz.
Nachdem der Vorsitzende Klaus Heidenreich dem Publikum die Geburtsstunde und Höhepunkte des Jubiläumsvereins vorgetragen hatte, gratulierte Bürgermeister Erich Püttner als Schirmherr dem Gesangverein und seinem Vorstand – allen voran Klaus Heidenreich und dessen Stellvertreter Walter Spillmann – für das erfolgreiche Wirken. Püttner: „Der Gesangverein Kaufering ist ein schönes Beispiel für die Gemeinschaft, in der es möglich ist, in Harmonie zusammen zu wirken und eine lange Tradition fortzusetzen.“
Als unverzichtbaren Kulturträger bezeichneten den Jubiläumsverein der Vizepräsident des Chorverbandes Bayern, Max Gürth sowie Maria Thomamüller, Vorsitzende des Chorverbandes Landsberg und Veronika Graser als Kreischorleiterin. Welches vielschichtige Potenzial der Kauferinger Chor entwickelte, belohnten die begeisterten Konzertbesucher immer wieder mit großem Beifall.

Bericht in der Augsburger Allgemeinen - Lokales (Lechrain) vom 04.07.2012 (als PDF-Datei zum Download)

 

Konzert
Volksverein Heimatland, unter diesem Namen gründete sich 1952 ein Verein von Heimatvertriebenen in Kaufering. Mittlerweile ist er als Gesangverein Kaufering bekannt und besteht schon seit 60 Jahren. Am Samstag, 30. Juni, gibt er anlässlich seines Jubiläums ab 19.30 Uhr in der Aula der Realschule ein großes Konzert.
Ein Blick in die umfangreiche Chronik des Gesangvereins Kaufering zeigt die Veränderungen im Lauf der Jahre. Im Februar 1952 wurde der Verein gegründet. Chorleiter war damals Bruno Spillmann. Ziel des damaligen Volksvereins Kaufering war es, das kulturelle Leben in Kaufering mitzugestalten und durch Gesang sowie Theaterspiel, Sitten und Bräuche aus der ehemaligen Heimat aufrechtzuerhalten. Zehn Jahre später wurde der Verein Mitglied im Sängerkreis Landsberg. Seitdem folgten zahlreiche Auftritte in den Gemeinden des Landkreises. Nach der Chronikwurde in der Hauptversammlung von 1965 die Namensänderung in „Gesangverein Kaufering“ beschlossen.
Auch an Wettbewerben, wie am internationalen Chorwettbewerb in Bruck in Österreich, nahm der Gesangverein teil. Im Jahr 2002 wirkte der Chor beim Herbstkonzert des Sängerkreises Landsberg mit. Der Erlös wurde an die Flutopfer von Waldheim, einer Partnerstadt von Landsberg, gespendet. Zu den jährlichen Auftritten gehören: das Singen am Volkstrauertag der Sudetendeutschen Landsmannschaft, das Adventssingen in der Kirche Maria Himmelfahrt in Kaufering sowie ein Konzert in der Vorweihnachtszeit im Seniorenstift. „Das bedeutet für die etwa 40 aktiven Mitglieder, von denen zwei Drittel Frauen sind, regelmäßiges Proben“, sagt Vorsitzender Klaus Heidenreich. Jeden Dienstag von 20 bis 21.30 Uhr bringt der Chorleiter Anselm Kobler die Stimmbänder des Gesangvereins Kaufering zum Schwingen.
Seminar mit zusätzlichen Proben
Besonders vor einem Konzert wie am morgigen Samstag würde der staatlich anerkannte Chorleiter schon mal ein zweitägiges Seminar für Zusatzproben einlegen. „Wie heißt es so schön: Ohne Fleiß kein Preis“, ergänzt Walter Spillmann, stellvertretender Vorsitzender des Vereins. Er hat sein Amt schon seit über 30 Jahre inne und ist durch seinen Vater Bruno Spillmann, der Vorsitzende des Vereins war, dem Chor sehr verbunden. „Aber auch die Geselligkeit darf nicht zu kurz kommen“, meint Heidenreich. Deshalb würden alle zwei Jahre Ausflüge organisiert, bei denen der Chor gemeinsam musiziere und stets eine Messe aufführe. Durch die Mitgliedschaft im Ammer-Lech-Sängerbund, wurde auch der Austausch mit anderen Chören gepflegt. Im Repertoire habe der Chor alles vom Volkslied bis zur Klassik.
„In Zusammenarbeit mit verschiedenen Instrumentalensembles haben wir beispielsweise 2010 in der Maria-Himmelfahrt-Kirche Kaufering das Magnificat von Antonio Vivaldi aufgeführt“, sagt Spillmann. Diese Auftritte wären der Ansporn zum Üben, und so könne sich der Chorleiter über gut besuchte Proben freuen. Trotzdem seien neue Mitglieder im Kauferinger Gesangverein stets willkommen. Beim Jubiläumskonzert morgen wird Musik aus drei Jahrhunderten geboten. Instrumental begleitet wird der Gesangverein von der Salonorchester-Combo aus München. (framo)

(Bericht in der Augsburger Allgemeinen - Landsberg)

02.11.2012 Likörchen für Frauenchörchen
Chöre feiern den 60. Geburtstag des Gesangvereins Kaufering - Von Walter Herzog
Geburtstag
„Wir bringen euch ein Ständchen und hoffentlich viel Freud“, mit dieser Zeile überbrachte ein Gemeinschaftschor aus rund 350 aktiven Chorsängerinnen, Sängern und Besuchern die Glückwünsche zum 60. Geburtstag des Gesangvereins Kaufering. Acht Chöre des Chorverbandes Landsberg gestalteten zu diesem Jubiläum in der Sporthalle Kaufering ein abwechslungsreiches Chorkonzert.
Wie es guter Brauch ist, durfte der gastgebende Jubiläumschor aus Kaufering seine Festgemeinde begrüßen. Er tat dies mit der Aufforderung „Freunde, lasst uns fröhlich loben“ (Satz Gottfried Wolters) und einem gefühlvollen Mundartlied von Hubert von Goisern, „Heastas ned“. Dirigent Anselm Kobler präsentierte dabei seinen Chor als ausdrucksstarkes Ensemble, das mit seinem gefühlvollen Vortrag die ganze Aufmerksamkeit der Hörerschaft gewinnen konnte.
Den Reigen der Gratulanten eröffnete Veronika Graser, die zuvor schon den Gemeinschaftschor geleitet hatte, mit dem Gesangverein Stoffen. Engagiert und ausdrucksstark versprach der Chor in zwei Sätzen von Manfred Bühler: „Dies ist ein großer Tag“ und ließ dann „die Welt in neuem Licht erstrahlen“, um mit „A Choral Benediction“ von Don Besig den Vortrag feierlich ausklingen zu lassen. Was macht das Leben aus, fragten die Mitglieder des Singkreises Obermeitingen und gaben die Antwort gesanglich: Die Sehnsucht nach einem großen, sprich offenen, Herzen und den Wunsch Kind zu bleiben.
Dazu holte sich Chorleiter Siegfried Lauter zur Unterstützung den Kinderchor Ohrwurm auf die Bühne. Mit zwei sauber gesungenen Welthits („El condor pasa“ und „Killing me softly“) entließ der Gesangverein Frohsinn Landsberg mit Angela Stauber (Dirigat und Klavier) die Zuhörer in die Pause.

„Lieder verbinden Wort und Musik“, das verkörpert im Chorverband der Landfrauenchor wie kein zweiter. Martha Verweinen als Dirigentin hat wieder tief in das Kästchen alpenländischen Liedgutes gegriffen und begleitet von der Landsberger Saitenmusik drei feine Stücke begeistert präsentiert. Lieber als Applaus oder gar ein Blumenstrauß war den Damen als Dank dafür ein Likörchen. Die nicht ganz ernst zu nehmende Humoreske „Ein Likörchen für das Frauenchörchen“ von Gerhard Grote, Text, und Pasquale Thibaut, Musik, wurde prompt in die Tat umgesetzt.
Einen ernsteren Kontrapunkt
Einen etwas ernsteren Kontrapunkt setzte der Chor aus Geltendorf dagegen, unter der Leitung von Bernd Lahaye und mit Marianne Lösch am Klavier. Neben einem Volksliedklassiker („Heißa Kathreinerle“) entführte das gemischte Ensemble sein Publikum in einem beeindruckenden Vortrag in den hohen Norden, mit dem „Sommarpsalm“ von Waldemar Ahlèn, und „schaute dann auf die Welt“ mit dem englischen Kirchenmusiker John Rutter.
Bevor das Collegium Vocale Landsberg unter der Leitung von Ludmilla Wachs mit einem Melodienmedley aus „Andrew Llyod Webber in Concert“ einen gefühlvollen Schlusspunkt setzte, war mit der Singgemeinschaft Fuchstal-Steinholz ein reiner Männerchor zu erleben. Dirigent Robert Bosch führte engagiert die über dreißig kräftigen Männerkehlen und ließ ihnen dabei genügend Freiraum, um den Vortrag zu einem wahren Klangerlebnis zu gestalten.
(Bericht in der Augsburger Allgemeinen - Landsberg)
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